|
Unzählige Soldaten
haben trotz der erschwerten Bedingungen des Krieges Tagebuch geführt. In
Ergänzung zu Beschreibungen des Alltäglichen findet meist auch der
Schrecken des Krieges Eingang in diese subjektive Schilderung der
Geschehnisse.
Neben dem
Wunsch, diese prägende Zeit für sich und andere festzuhalten, scheint
es, dass die Verfasser das Durchlittene für sich verarbeiten
mussten und es auch deshalb aufschrieben. Die Fülle an Blogs aus dem
Irakkrieg zeigt überdeutlich, wie wichtig es für die Soldaten früher,
wie heute ist, das Erlebte auch aussprechen zu können.
Nach dem Krieg
wurden einige dieser Tagebücher in überarbeiteter Form als
Memoiren veröffentlicht und erreichten z.T. hohe Auflagen (z.B. Ernst
Jünger: "In Stahlgewittern") und auch heute noch werden
Tagebücher aus den Kriegen veröffentlich und kommen in Bestsellerlisten
(z.B. Willy Reese "Mir selber seltsam fremd", George Coppard
"With A
Machine Gun To Cambrai"). Tagebücher aus dem
Zweiten Weltkrieg, wie Roscoe E. Blunt "Foot Soldier" finden sich
in der Empfehlungsliste der US Army. |
 |